CDU Weinheim

4 Fragen ans Projekt

Diplom-Ingenieur Matthias Kraus, Vorsitzender der Projektgruppe Energie des CDU Stadtverbandes Weinheim und Vorsitzender der Bürgerinitiative Gegenwind Weinheim, im Gespräch mit der CDU Weinheim Redaktion.

Herr Kraus, Sie leiten die Projektgruppe „Energie“ der CDU Stadtverband Weinheim. Seit wann gibt es Ihre Projektgruppe?
Die Projektgruppe Energie gibt es schon seit Anfang der 90er in der CDU Weinheim. Zuletzt wurde sie von Herrn Professor Regele geleitet, von dem ich die Aufgabe jetzt übernommen habe. Er wird uns aber weiterhin mit seinem breiten Fachwissen und großem Erfahrungsschatz zur Verfügung stehen. Mein Ziel ist es, eine breite Beteiligung an der Projektgruppe herzustellen.

Was macht Ihre Projektgruppe?
Energie ist ein wichtiges Thema und aufgrund übergeordneter Zusammenhänge gerade heute topaktuell. Welchen Beitrag kann Weinheim, ja, jeder Bürger leisten, möglichst sinnvoll und sparsam mit Energie umzugehen und welche Unterstützung ist dazu erforderlich? Wie können z.B. neue Weinheimer Bauprojekte schon in der Planung energetisch optimal gestaltet werden? Brauchen wir Windkraftanlagen in unseren Wäldern an der badischen Bergstraße und wie sieht deren Nutzen/Risiko-Abwägung wirklich aus? Insgesamt kommt bei Energiefragen der in Weinheim ansässigen Industrie eine Schlüsselrolle zu, da diese den bei weitem größten Anteil an unserem Energieverbrauch hat. Wir streben hier eine enge Zusammenarbeit an. Auch über die E-Mobilität wollen wir uns Gedanken machen.

Und warum ist das wichtig?
Jeder benötigt Energie, doch die Ressourcen zur Erzeugung sind knapp und die daraus resultierende Beeinflussung unserer Umwelt groß. Alternativen bzw. die optimale Nutzung müssen gewährleistet sein und die Beeinflussung in deutlichen Grenzen gehalten werden. Von Ideologie getriebene Entscheidungen sind hier fehl am Platz. Die Kosten der Energie werden steigen, doch ist die Belastung gerecht und sozialverträglich verteilt?

Wenn die CDU die Landtagswahlen im März 2016 gewinnt, was wird sich in Baden-Württemberg ändern?
In Sachen Windkraft z.B. strebt die CDU eine deutliche Korrektur des grün/roten Kurses an. Statt die Gemeinden in windschwachen Gebieten zur eigenständigen Planung von Standorten für Windkraftanlagen quasi ohne Ausweg zu zwingen, will die CDU wieder die überregionale Planung, bei uns also den Verband Region Rhein-Neckar, stärken und dabei auch sinnvolle Ausschlussgebiete zulassen, wie es z.B. am Hardtrand in Rheinland-Pfalz lange der Fall ist. Hinzu kommt die von grün/rot völlig ausgeblendete wirtschaftliche Sicht auf die sehr windschwachen Gebiete in Baden-Württemberg und speziell hier an der Bergstraße: Windräder ohne Wind machen keinen Sinn!
Vielen Dank, Herr Kraus.
(Das Interview wurde geführt von Barbara Ofstad.)

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