CDU Weinheim

Sanierungsgebiet westlich Hauptbahnhof: bezahlberer Wohnraum für viele – eine immerwährende Herausforderung.

Treffen der CDU Weinheim mit der Baugenossenschaft Weinheim 13.04.2015
Der geschäftsführende Vorstand der BGW Axel Langel begrüßte Vertreter der CDU Weinheim zu einem Meinungsaustausch über aktuelle Projekte im Wohnungsbau Weinheim, insbesondere über das noch ganz im Anfangsstadium befindliche Projekt der städtebaulichen Erneuerung des Gebietes westlich des Hauptbahnhofes. Kreis- und Stadträtin Inge Oberle nutzte die Gelegenheit, über die aus den Sprechstunden bekannt gewordenen Sorgen der Bürger zu sprechen.

Der Stadtverbandsvorsitzende Roger Schäfer setzte sich im Namen der CDU Weinheim dafür ein, bei der Konzeptfindung schon von Anfang an darauf zu achten, die neue Bebauung so zu gestalten, dass die Höhen der neuen Gebäude in den Randzonen an das Niveau der bestehenden Bebauung angepasst werden. Langel erklärte, dass im Normalfall drei- bis höchstens viergeschossige Häuser für die Neubebauung infrage kämen. Um die Akzeptanz der Bürger für das Projekt zu gewinnen, solle ihnen ein zutreffendes, anschauliches Bild von den geplanten Bauten vermittelt werden, regte Schäfer an.

Oberle forderte, dass die Wohnungsmieten bezahlbar sein müssten. Die Mietpreise für die aktuellen Wohnungen hingen stark von der Lage ab, betonte Langel. In den Odenwaldgemeinden lägen diese deutlich niedriger als in der Kernstadt, Die Nachfrage nach Wohnungen sei besonders dort groß, wo neue Arbeitsplätze entstünden. Trotz der vielen preistreibenden, heute geltenden Bestimmungen über die Bauweise, Wärmedämmung, Parkplätze usw. sei es der BGW gelungen, die Mietpreise am unteren Level des Wohnungsmarktes in Weinheim zu halten. Dabei spiele die richtige Durchmischung des Angebots eine entscheidende Rolle.

Es brauche ein akzeptables Verhältnis von Eigentums- und Mietwohnungen, Angebote für Singles, junge Familien und Senioren. Neben Wohnungen für Geringverdiener sollten auch solche für Besserverdienende nebeneinander geplant werden. Gerade durch eine solche Durchmischung sei es möglich, preisgünstige Wohnungen zu subventionieren. Durch eine Verbilligung des Grundstückskaufpreises für die preisgünstigen Wohnungen könnten die Mieten für Bürger mit geringem Einkommen bezahlbar gestaltet werden. Er wehrt sich gegen eine Ballung von Wohnungen des gleichen Typs in einem Viertel, da dies entweder zu einer Ghettobildung oder zu Animositäten gegenüber Bessergestellten führe.

Langel stellte klar, dass BGW bereit sei, ein Konzept auf dieser Basis für die Neubebauung des Gebietes westlich des Hauptbahnhofes anzubieten, sobald die Rahmenbedingungen bekannt seien. Oberle will gerne dazu beitragen, dass ein solches Konzept zügig mit den verantwortlichen Planern in der Verwaltung und im Kreis abgestimmt werde.
/mh
(Bild v.l.n.r.: Schäfer, Langel, Oberle, Müller-Jehle)

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