CDU Weinheim

Wein trifft… Käse & mehr

Unter dem Motto „Wein trifft… Käse und mehr“ hatte die CDU Lützelsachsen zu ihrer traditionellen Politischen Weinprobe in die herbstlich geschmückte Aula der örtlichen Grundschule eingeladen. Wie jedes Jahr waren zahlreiche Gäste aus ganz Weinheim der Einladung gefolgt.

Besonders begrüßen konnte Vorsitzender Florian Unger die erst im Oktober frisch gekrönten Lützelsachsener Winzerhoheiten, Winzerkönigin Lena I. mit ihren Prinzessinnen Leonie und Lisa. Auch Ortsvorsteherin Doris Falter war der Einladung gefolgt. Nicht fehlen durften zudem die beiden örtlichen CDU-Abgeordneten, der gerade erst wiedergewählte Bundestagsabgeordnete Dr. Karl A. Lamers sowie der Landtagsabgeordnete und frühere Staatssekretär Georg Wacker. Die weiteste Anreise hatten ohne Zweifel Volker Krönert, Bürgermeister der Stadt Sayda, und Klaus Moisel, CDU-Fraktionsvorsitzender im Saydaer Gemeinderat. Die Lützelsachsener Christdemokraten sind seit der Wende mit den Unionskollegen aus der sächsischen Kleinstadt befreundet und freuten sich sehr über den Besuch aus dem Erzgebirge.

Die eigentlichen Hauptpersonen waren jedoch die „Genussbeauftragten“ des Abends. Zum einen, Jan Faber vom renommierten Zwingenberger Weingut Simon-Bürkle, der sehr eloquent und sachkundig seine hervorragenden Weine von der hessischen Bergstraße vorstellte. Zum anderen Michael Kohler, Inhaber des erst kürzlich in der Weinheimer Innenstadt eröffneten Schmankerlladen „Divino“, der zu den acht verschiedenen Weinen jeweils bestens korrespondierende Kostproben seiner erlesenen Auswahl an Käsesorten reichte. Abgerundet wurden die Gaumenfreuden durch verschiedene fruchtige Chutneys aus CDU-eigener Produktion. Zu verdanken war die gelungene Mischung auch in diesem Jahr wieder Uwe Beuchle, dem stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes, der die Akteure zusammengebracht und die Auswahl der Wein- und Käseproben mit vorbereitet hatte.

Den politischen Teil der Veranstaltung übernahmen die beiden Abgeordneten, die von ihrer Arbeit in Berlin und Stuttgart berichteten. Dr. Karl Lamers MdB ging in seinem Grußwort auf die zurückliegende Bundestagswahl und die Koalitionsverhandlungen mit der SPD ein. Zuvor hatte ihm Vorsitzender Florian Unger zu seinem hervorragenden persönlichen Wahlerfolg gratuliert. „Mit einem Erststimmenergebnis von 51,14% zählt Lützelsachsen zu deinen Hochburgen im Wahlkreis“, so Unger. Mehr als jeder zweite Wähler und jede zweite Wählerin in Lützelsachsen habe Karl Lamers gewählt, sagte der Vorsitzende, und auch beim Zweitstimmenergebnis habe man mit 45,23 % der Stimmen klar überdurchschnittlich abgeschnitten. Darauf könne man zu Recht stolz sein, so Unger. Lamers dankte den Lützelsachsener Parteifreunden für die große Unterstützung im Wahlkampf. Besonders freue ihn, dass der Abstand zu den Kandidaten der anderen Parteien in dem eigentlich eher „knappen“Wahlkreis Heidelberg-Weinheim weiter ausgebaut und insbesondere der Hauptwettbewerber um das Direktmandat von der SPD auf große Distanz gehalten werden konnte. Doch nicht nur im Wahlkreis sondern bundesweit habe die Union hervorragend abgeschnitten und einen historischen Wahlsieg eingefahren, so Lamers. „Dies ist in erster Linie das Verdienst von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Deutschland in Krisenzeiten erfolgreich geführt und das Vertrauen der Menschen in unserem Land gewonnen hat“, sagte Lamers. Daher gehe es in den laufenden Koalitionsverhandlungen mit der SPD auch darum, dass das Regierungsprogramm einer großen Koalition auch eine deutliche CDU-Handschrift trage. Klar sei aber auch, dass sich die CDU ihrer staatspolitischen Verantwortung bewusst sei und Kompromisse bei den Verhandlungen mit den Sozialdemokraten unausweichlich seien, so der Bundestagsabgeordnete.

Landtagsabgeordneter Georg Wacker ging in seinen Ausführungen auf die politische Stimmungslage in Baden-Württemberg ein. In der Bevölkerung habe ein Stimmungswandel eingesetzt. Laut einer landesweiten, repräsentativen Umfrage hätten Grüne und SPD aktuell keine Mehrheit mehr im Landtag. Besonders unzufrieden seien die Menschen mit der Bildungspolitik der grün-roten Landesregierung, die ideologisch verblendet und an vielen Stellen auch noch handwerklich schlecht gemacht sei, so der frühere Kultusstaatssekretär. Kein Ruhmesblatt sei zudem die Haushaltspolitik. Trotz Rekordeinnahmen sei man von einem ausgeglichenen Haushalt weiter entfernt denn je, sagte der CDU-Abgeordnete. Enttäuscht seien viele Baden-Württemberger auch von der mangelnden Bürgernähe, die sich bei vielen der zentralen politischen Vorhaben der Landesregierung offenbare. Als Beispiele nannte Wacker den Ausbau der Windkraft, die Polizeireform und die Frage der Nationalparksausweisung im Schwarzwald. „Von der viel beschworenen Politik des Gehörtwerdens ist nicht viel übrig geblieben“, sagte Wacker. Sobald der Bürgerwille Grün-Rot ideologisch nicht „in den Kram“ passe, sei Schluss mit der Rücksichtnahme auf die Interessen der Bevölkerung. Diese Widersprüche und Unzulänglichkeiten werde die CDU der Landesregierung auch zukünftig nicht durchgehen lassen, versicherte der Landespolitiker.

Den Abschluss eines rundum gelungenen politischen Weinabends bildete die Ehrung langjähriger Mitglieder. So konnte Vorsitzender Florian Unger gemeinsam mit den beiden Abgeordneten Frau Erika Kytka für ihre 20-jährige Mitgliedschaft in der CDU auszeichnen. Die Jubilarin erhielt eine von der Bundesvorsitzenden Dr. Angela Merkel, dem Landesvorsitzenden Thomas Strobl und dem Kreisvorsitzenden Dr. Stephan Harbarth unterschriebene Dankesurkunde. Die Urkunden nicht persönlich entgegen nehmen konnten Hans-Peter Huber (20 Jahre), Professor Klaus Regele (15 Jahre) und Annebell Mair (10 Jahre).

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