CDU Weinheim

„Wie funktioniert Demokratie und warum ist es so wichtig, sie energisch zu verteidigen?“

„Wie funktioniert Demokratie und warum ist es so wichtig, sie energisch zu verteidigen? Und wie vermittelt man diese demokratischen Werte an Jugendliche?“ Diese Fragen standen im Vordergrund, als der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Roger Schäfer vor zwei Jahren zu einem ersten Gespräch bei der Leiterin des Technischen Gymnasiums der Hans-Freudenberg-Schule, OStDin Kreszentia Amann, war. Aus diesem ersten Gespräch entwickelte sich danach mit dem CDU-Projektgruppenleiter Heinz Schröder und der CDU-Pressesprecherin Barbara Ofstad ein sehr interessantes Projekt, zu dem die CDU Weinheim auch die Konrad-Adenauer-Stiftung gewinnen konnte.

Im Februar dieses Jahres wurde dieses Projekt Realität. Für die Oberstufen der Hans-Freudenberg-Schule in Weinheim führte die Konrad-Adenauer-Stiftung Stuttgart am 6. und 7. Februar 2015 einen zweitägigen Workshop zum Thema „Debattieren“ durch. In Theorie und Rollenspielen wurden Format einer Debatte mittels Themen aus Kommunalpolitik und Ehrenamt erarbeitet und geübt. Zu den Themen hatten die Schüler im Vorfeld Vorschläge erarbeitet.


Zusammen mit der Leitung der Hans-Freudenberg-Schule und der Konrad-Adenauer-Stiftung entwickelte sich daraus ein Seminarkonzept, das den Schülern Kompetenzen und Handwerkszeug vermittelt. Am Ende des Seminars wurde auch ein Teilnahmezertifikat erstellt, das dieses Wissen auch für künftige Arbeitgeber dokumentieren kann. Tagungsleiterin Isabelle Effert von der KAS informierte auch über die Förderungsmöglichkeiten der Konrad-Adenauer-Stiftung im Studium. Thomas Römer, Lehrer und Mitorganisator des Seminars, zeigt sich zufrieden: „Wir möchten dies unbedingt in den nächsten Jahren wiederholen. Es hilft unseren Schülern ungemein zu lernen, wie man argumentiert und sich in die Gegenseite hineinfühlt. Die Gegenseite anzuhören und ernstzunehmen bzw zu entkräften ist eine wichtige Lernerfahrung.“

Dr. Clemens Lechner, Referent für die Konrad-Adenauer-Stiftung und Deutscher Meister im Hochschuldebattieren 2011, betont: „Was hier auffällt, ist die ganz hohe Lernbereitschaft und der große Mut, ans Pult zu treten und für eine Sache einzustehen.“ Aus seiner Erfahrung heraus macht es einen großen Unterschied, ob eine Veranstaltung freiwillig ist oder nicht. „Die Motivation der Weinheimer Schüler ist deshalb sehr hoch.“

„Reden lernt man nur durch Reden“, so der Tipp an die Jugend von Co-Trainer Jens Fischer nach der Abschlussrunde. Und er gab den Teilnehmern noch folgendes mit in den Alltag: „Je mehr Ihr debattieren lernt, desto mehr könnt Ihr da draußen verändern. Wenn Ihr merkt, Ihr müsst etwas verändern, dann hört auf zu debattieren und fangt an zu gestalten.“

Die Projektgruppe „Ehrenamt“ der CDU Weinheim unter Leitung von Hein Schröder hat neben dem Debattierworkshop auch ein Zeitzeugenprogramm für den Geschichtsunterricht pilotiert. Ältere Mitbürger berichten hierbei hautnah und authentisch über Nachkriegszeit, den Aufbau des demokratischen Deutschlands und Erinnerungen an die Kriegstage in Absprache mit den Geschichtslehrern. Zwei generationsübergreifende Begegnungen dieser Art haben schon stattgefunden.

„Wir erhoffen uns hieraus weitere Veranstaltungen dieser Art in Zukunft – auch mit anderen Weinheimer Schulen“, resümierten die drei CDU-Protagonisten Schäfer, Ofstad und Schröder.

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Profilbild von Roger Schäfer

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