CDU Weinheim

Infoabend zum Thema Pflege

CDU Weinheim befasste sich mit Thema “Pflege” – Karola Marg und Elisabeth Sauer vom Pflegestützpunkt des Rhein-Neckar-Kreises informierten die Zuhörer

Mein Familienangehöriger ist ein Pflegefall geworden! Wie geht es weiter? Ein Horrorszenario für viele Menschen in Deutschland. Dabei ist der Übertritt von guter Gesundheit hin zu einem Pflegefall vom Alter unabhängig. Die Ursachen für einen Pflegefall im Alter oder auch in jungen Jahren können in Unfällen, Herzinfarkten oder Schlaganfällen begründet sein.

CDU-Ortsverbandsvorsitzender Hans-Peter Masuch begrüßte die interessierten Bürger in “Roni’s Ristorante” im AC Sportpark mit dieser einleitenden Frage. Angetrieben von der Sichtweise, dass vor allem eine im Durchschnitt immer älter werdende Bevölkerung auf Pflege angewiesen ist, richtete Masuch seinen Blick vor allem auf diesen Irrtum. “Das Thema Pflege trifft jeden, egal ob jung oder alt und ist deshalb in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wenngleich noch nicht klar ist, wie die Pflege ausgeweitet werden kann und in welchen Modellen Pflege zukünftig stattfindet, ist es wichtig, dass wir uns als Parteien gemeinsam mit den Institutionen und Bürgern austauschen um Probleme zu erkennen, zu formulieren und zu lösen.”

Den inhaltlichen Part übernahmen an diesem Abend Karola Marg und Elisabeth Sauer vom Pflegestützpunkt, einer Einrichtung des Rhein-Neckar-Kreises.
Frau Marg, war selbst in der Krankenhauspflege tätig und berät im Pflegestützpunkt Weinheim Menschen, deren Familienangehörige Pflegefall geworden sind. Elisabeth Sauer, heutige ehrenamtliche Beraterin des Pflegestützpunktes Walldorf, stellte die Arbeit dieser Einrichtungen des Rhein-Neckar-Kreises vor.

Bei den Pflegestützpunkten handelt es sich um Anlaufstellen mit Fragen zur Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. Die Beratungen in diesen Anlaufstellen sind kostenlos. Der Träger der Pflegestützpunkte im Rhein-Neckar-Kreis sind die gesetzlichen Pflegekassen Stadt und Landkreise. Für die Beratung von Versicherten der privaten Pflegekassen ist die “Compass-Pflegeberatung” zuständig. Die häufigsten Fragen in den Beratungen sind, wie die Betreuung und Versorgung organisiert und strukturiert werden kann. Dies ist vom individuellen Fall abhängig. Mit dem Pflegestärkungsgesetz 1 wurden Leistungen flexibilisiert, sodass diese besser an den individuellen Be-darf angepasst werden können. Die Zunahme der Komplexität des Pflegesystems macht eine Einrichtung wie die Pflegestützpunkte demnach umso bedeutender.

Rolf Schmidlin verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass seit dem 01.01.2017 die Leistungen der Pflegeversicherung von Pflegestufen in “Pflegegrade” umgewandelt wurden und diese gleichzeitig abgeschafft wurden. Die Einordnung in einen Pflegegrad, nimmt die Pflegekasse vor. Dem voraus geht ein Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK).

In der an die Vorträge stattfindenden Diskussion stellten die Zuhörer viele Detailfragen und schilderten auch ihre persönlichen Erlebnisse. Die einzelnen Berichte und Schicksale zeigen, wie wichtig dieses Thema auch in der Kommunalpolitik ist. Der CDU-Ortsverband wird sich in diesem Zusammenhang in einer weiteren Veranstaltung dafür einsetzen, Ideen für die Pflege im gesamten Stadtgebiet zu entwickeln. Diese Ideen sollen dann über die CDU-Fraktion in den Gemeinderat einfließen.

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